Silvia Holm, M. A.

Lehrbeauftragte der Alten Geschichte, Mitarbeiterin Archäologische Sammlungen

Raum:

Sprechzeit: n. V.

  • seit November 2022 Promotion am Lehrstuhl für Alte Geschichte am Heinrich Schliemann-Institut für Altertumswissenschaften, gefördert durch ein Stipendium der Universität Rostock
     
  • Oktober bis Dezember 2026: Jacobi-Stipendiatin an der Kommission für Alte Geschichte und Epigraphik des DAI, München
     
  • Juni 2025 bis März 2026: Mitarbeiterin der Archäologischen Sammlung der Universität Rostock
     
  • Wintersemester 2024/2025: Lehrbeauftragte am Lehrstuhl für Alte Geschichte
     
  • 2021 bis 2023: Tutorin am Lehrstuhl für Alte Geschichte
     
  • 2017 bis 2022: Studium der Altertumswissenschaften, Geschichte und Kommunikations- und Medienwissenschaft an der Universität Rostock, Masterarbeit „Titel ohne Macht? Eine Studie zur Funktion der Nachkonstantinischen Caesaren“

Die Sukzessionsproblematik im römischen Palastkaisertum – im Spannungsfeld von Dynastie und Meritokratie vom 5. bis in das 7. Jahrhundert

Das Promotionsprojekt untersucht den Wandel von Bedeutung und Funktion des Titels Caesar innerhalb des Palastkaisertums der spätrömischen Monarchie.

Der Status und die Aufgabe der Caesaren waren bis zum Ende der Konstantinischen Dynastie die eines handlungsfähigen Unterkaisers. Dieser Befund verändert sich jedoch mit dem Wandel zum Palastkaisertum und dessen Neuerung, Söhne im Kindesalter direkt zu Augusti zu ernennen. Erst der letzte männliche Erbe der Theodosianischen Dynastie wurde im 5. Jh. zum Caesar ernannt: Valentinian III. Nach seiner Erhebung lebte der Titel erneut auf und wurde bis in das siebente Jahrhundert hinein kontinuierlich verwendet. Was die Frage aufwirft, warum die Augusti, die nun nicht mehr selbst ins Feld zogen, weiterhin Caesaren ernannten. Denn eines fähigen Vertreters bedurften sie in der Regel nicht und ein Nachfolger konnte theoretisch auch direkt zum Augustus gemacht werden – worin lag also der Nutzen eines Caesars?

Ziel des Projekts ist die Entwicklung eines Erklärungsmodells für das spätrömische Caesariat ab dem 5. Jh. Anhand der Untersuchung einzelner Titelträger, ihrer Ernennungsumstände und Handlungsspielräume, soll das Modell übergreifende Schlüsse zu dynastischem Denken, Sukzessionsregelung und Herrschaftsteilhabe im spätrömischen Kaisertum ermöglichen.

Die Dissertation wird von Henning Börm (Rostock) und Christian Rollinger (Trier) betreut.