Lange Nacht der Wissenschaften und der Museen - Archiv

April 2018 - Lange Nacht der Wissenschaften

Das Heinrich Schliemann-Institut für Altertumswissenschaften der Universität Rostock stellt sich und seine wissenschaftliche Forschung in den fünf Fächern Alte Geschichte, Klassische Archäologie, Gräzistik, Latinistik und Ur- und Frühgeschichte vor. Somit wird Ihnen an diesem Abend ein besonderer Einblick in das Studium und die Arbeit eines Altertumswissenschaftlers ermöglicht:

Den Anfängen der Universität auf der Spur

Das universitäre Leben in Rostock war in den ersten Jahrhunderten nach der Gründung im Jahr 1419 vor allem auf den Bereich um den heutigen Universitätsplatz konzentriert. Hier befand sich – mitten auf dem Platz gelegen – das Lectorium, das zentrale Vorlesungsgebäude. Am Rande des Platzes standen mehrere Regentien als Wohn- und Lehrräume der Studenten. Von all dem ist heute nichts mehr erhalten. An diesem Abend soll mit geomagnetischen Messungen möglichen Strukturen des 16. Jahrhunderts auf den Grund gegangen werden. Seien Sie dabei, wenn es vielleicht zur Entdeckung von Grundmauern kommt…

Universitätshauptplatz
18057 Rostock

Aus der Erde in die Vitrine

Wie verfahre ich mit dem Material, das bei Ausgrabungen und Oberflächenprospektionen gefunden wird? Wie bestimmt man eine Münze? Wie entziffert man eine lateinische Inschrift? Wie werden antike Objekte rezipiert und wie entsteht eine Ausstellung? Doktoranden und Studierende der AG „Schule und Museum“ werden anhand von einzelnen Stationen antike Objekte aus dem Magazin und dem Archiv der archäologischen Originalsammlung präsentieren und so die Arbeit hinter den Kulissen vorstellen. In Zusammenarbeit mit einem Kollegen der Landschaftsökologie gibt es darüber hinaus für unsere Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, eigene „Schätze“ (z.B. vom letzten Strandspaziergang) geologisch (und archäologisch) bestimmen zu lassen.

Heinrich Schliemann-Institut für Altertumswissenschaften Schwaansche Straße 3
18057 Rostock

Oktober 2015 - Lange Nacht der Museen

Oktober 2015 - Lange Nacht der Museen

Teilnehmer und Teilnehmerinnen der AG 'Schule und Museum' haben am 24.10.2015 zum zweiten Mal das Programm der Langen Nacht der Museen gestaltet und einen erfolgreichen Abend rund ums Thema des griechischen Weines und der antiken Persönlichkeiten im Film bestritten. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher erkundeten die Archäologischen Sammlungen und ließen den Abend mit einem Gläschen Wein beim Symposion im Museum des Heinrich Schliemann-Institutes ausklingen.

Mai 2015 - Lange Nacht der Wissenschaften

Herr Prof. Dr. Detlev Wannagat und Frau Prof. Dr. Christiane Reitz haben mit vier Studierenden des Heinrich Schliemann-Institutes im Rahmen der „Langen Nacht der Wissenschaften“ eine Sonderausstellung zum Thema „Aus der VIP-Lounge der Antike. Eine außergewöhnliche Galerie berühmter Griechen und Römer in der Archäologischen Sammlung“ organisiert. Kameen des späten 18. Jahrhunderts sowie weitere Exponate zu diesem Thema wurden in Vitrinen präsentiert und mit Texttafeln erläutert.

27. Oktober 2012 - Lange Nacht der Museen

Archäologische Sammlung, Griechisch-römische und ägyptische Kunst, Schwaansche Str. 3
geöffnet 18:00 - 23:00
18.00 + 20.00: Prof. Dr. Detlev Wannagat: Der Rostocker Adonis-Sarkophag

Abguss-Sammlung Antiker Plastik, Am Campus, Ulmenstraße 69, Haus 5
geöffnet 18:00 - 23:00
18:45, 20:00, 21:15, 22:30 Sketche des Dionysostheaters

Archiv der Ausstellungen und Veranstaltungen

Echt Antik! Terrakotten für Salon und Museum aus der Kunsthandlung Fritz Gurlitt Berlin 1881-1886, Sonderausstellung 01.12.2016-01.05.2017

Ausstellung im Deutschen Bernsteinmuseum (Ribnitz-Damgarten)

Bei Raubgrabungen im dem kleinen griechischen Dörfchen Tanagra kamen zwischen 1870 und 1872 Tausende von antiken, bunt bemalten Statuetten zutage, die Museen, Sammler und Privatleute gleichermaßen begeisterten. Der mit Originalen nicht zu befriedigende Markt wurde alsbald mit Fälschungen und Kopien bereichert. Der Berliner Kunsthändler Fritz Gurlitt ließ Nachahmungen einer Auswahl der schönsten Exemplare in Berlin, Paris, London und St. Petersburg herstellen. Anhand von Terrakotten des Heinrich-Schliemann-Instituts für Altertumswissenschaften der Universität Rostock, die aus der Kunsthandlung Gurlitt stammen, wird der Weg nachgezeichnet vom Grabungs- zum Museumsobjekt bis zum Ziergegenstand des bürgerlichen Salons.

Eröffnung des Museums im Heinrich Schliemann-Institut - 02.06.2016
Jahresversammlung des Vereins „Rostocker Freunde der Altertumswissenschaften“ und Konzert der Gruppe Amalthea, 27.01.2016
Ausstellung: "Die Spur folgt der Aura" (Wolfgang Friedrich: Skulptur-Grafik), 2011

Abguss-Sammlung antiker Plastik, Ulmenstraße 69, Haus 5

14.10.2011 – 04.12.2011

Donnerstag bis Sonntag 14.00–17.00 Uhr

Eintritt frei

Informationsflyer

Artikel in den NNN
Artikel in der OZ

Bilder der Ausstellungseröffnung

Eröffnung der Abguss-Sammlung, 12.01.2011
Ausstellungseröffnung: „Amor und Psyche. Eine Erzählung in zwölf Bildern“ - 25.06.2009
Ernst Sellin – Carl Watzinger-Kolloquium, 2006-2009

20. Mai 2009, Rostock | Prof. Dr. Hermann Michael Niemann, Theol. Fakultät

Das eintägige interdisziplinäre Kolloquium erinnert an die fruchtbare Zusammenarbeit des Alttestament­lers Ernst Sellin und des Klassischen Archäologen Carl Watzinger, die gleich­zeitig Lehrstühle in Rostock innehatten und von 1907-1909 gemeinsam eine Maßstäbe setzende Ausgrabung in Jericho (Paläs­tina) betrieben. Es wird veranstaltet vom Lehrstuhl für Altes Testament und Biblische Archäologie in Zusammenarbeit mit dem Heinrich-Schlie­mann-Institut für Alter­tumswissenschaften der Philosophischen Fakultät. Zum 7. Kolloquium sind zwei Referenten ein­ge­laden, die ausgewiesene Fachleute sowohl auf dem Gebiet der Bibelwissenschaft als auch auf dem der vor­der­ori­en­talischen Ikonographie sind. Aus den Re­fe­ra­ten dürften sich auch in­te­ressante Verbindungen zu modernen Fragestellungen im Bereich Theologie und Bild er­ge­ben.

Programm:

Begrüßung/Eröffnung: Prof. Dr. Hermann Michael Niemann (Theol. Fakultät Rostock)

Vortrag: Frau Prof. Dr. Silvia Schroer (Theol. Fakultät, Universität Bern/Schweiz):

Die Ikonographie der Mittelbronzezeit in Palästina/Israel.: Einsichten in eine formative Epoche der Vorgeschichte Israels

Vortrag: Herr PD Dr. Thomas Staubli (Theol. Fakultät, Universität Fribourg/Schweiz, Leiter

des „Bibel+Orient Museums“ in Fribourg):

Geheiligt werde dein Name. Südlevantinische Amulette als wichtige Quellen für das Verständnis der biblischen Namenstheologie

Kaffee-/Tee-Pause

Diskussion: Leitung Prof. Dr. Detlev Wannagat (Philosophische Fakultät, Heinrich-

Schliemann-Institut)

Schlusswort: Prof. Dr. H. M. Niemann (Theologische Fakultät)

Das Kolloquium findet am Mittwoch, 20. Mai 2009 von 15-19 Uhr im Heinrich-Schliemann-Institut, Schwaansche Straße 3, 18057 Rostock, Hörsaal 201 in der 2. Etage statt.

Auskunft: Prof. Dr. Hermann Michael Niemann (e-mail: hmn(at)uni-rostock(dot)de)

 

Universität Rostock - Theologische & Philosophische Fakultät Herzliche Einladung zum 5. Ernst Sellin – Carl Watzinger - Kolloquium

Mittwoch, 9. Mai 2007, 15.00 Uhr - 18.00 Uhr

im Heinrich-Schliemann-Institut für Altertumswissenschaften

Schwaansche Straße 3, 18055 Rostock, Hörsaal 201

15.00 Uhr Eröffnung: Prof. Dr. H. M. Niemann, Theologische Fakultät

und Prorektor Prof. Dr. Klaus Hock (Religionswissenschaft – Religion und Gesellschaft)

15.10 - 15.55 Uhr Frau Prof. Dr. Angelika Berlejung, Universität Leipzig

Wagen, Waffen und Weiber: Die wirtschaftsgeschichtliche Bedeutung der Taanach-Texte“

Das Tontafelarchiv von Taanach wirft auf die Wirtschafts- und  Sozialgeschichte des spätbronzezeitlichen Taanach ein helles Licht. Es zeigt exemplarisch, wie der antike Waffen- und Menschenhandel zwischen den Lieferanten in der Jesreel-Ebene und den Abnehmern in Ägypten organisiert war und florierte.

 

16.15 – 17.00 Uhr Prof. Dr. Christoph Uehlinger, Universität Zürich (Schweiz)

„Die Religionsgeschichte Israels im Horizont von Visible Religion und Visual Culture Studies“

Dass religionsgeschichtliche Rekonstruktionsarbeit nicht nur auf Texte (epigraphische Quellen oder Traditionsliteratur), sondern wesentlich auf archäologische Befunde, namentlich Bilder, zurückgreifen muss, ist eine Binsenweisheit. Wandelt sich dabei - über die materiale Erweiterung der Quellenbasis hinaus - auch der Gegenstand der Rekonstruktion? Inwiefern verändert die Arbeit mit Archäologie und Bildern unsere Vorstellung von antiker Religion in Palästina/Israel? Lässt sie sich gar mit - meist stärker theorie-orientierten - Fragestellungen der Religionswissenschaft verknüpfen? Im Zentrum des Vortrags steht die Frage nach dem Potential der so genannten Visual Culture Studies für die Verknüpfung zweier auf den ersten Blick nahe verwandter, sich de facto aber weitgehend ignorierender Disziplinen (Religionsgeschichte Israels und Religionswissenschaft).

17.00-18.00 Uhr Diskussion: Leitung Prof. Dr. Detlev Wannagat, Heinrich-

Schliemann-Institut für Altertumswissenschaften, Klassische Archäologie

* * *

Archäologie kann eine integrative Scharnier-Funktion zwischen den normalerweise getrennte Wege gehenden Geistes-/Kulturwissenschaften und Natur-/Technikwissenschaften ausüben. Jede moderne Ausgrabung vereint viele Wissenschaftler beider Bereiche. Auch für eine universitas litterarum kann Archäologie ein Modell wissenschaftlicher Integration darstellen. Das Institut für Altes Testament der Theologischen Fakultät und die Klassische Archäologie innerhalb des Heinrich-Schliemann-Instituts für Altertumswissenschaften der Philosophischen Fakultät knüpfen mit den „Sellin-Watzinger-Kolloquien“ an die Zusammenarbeit der Professoren Ernst Sellin (Altes Testament und Biblische Archäologie) und Carl Watzinger (Klassische Archäologie) im ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts an.

 

4. Sellin-Watzinger-Kolloquium am Heinrich Schliemann-Institut für Altertumswissenschaften an der Universität Rostock am 28. Juni 2006

Ganz im Zeichen der christlichen Spätantike stand das diesjährige 4. Sellin-Watzinger-Kolloquium. Dabei stellten die Vorträge vor allem die Imaginationskraft der Idee vom »Heiligen Land« unter den Kaisern Konstantin und Justinian sowie die monumentalen und weithin bekannten Wirkungsstätten von Märtyrern und Asketen im Norden Syriens in den Mittelpunkt.

Die Sellin-Watzinger-Kolloquien sollen an die Zusammenarbeit des biblischen Archäologen Ernst Sellin und des Klassischen Archäologen Carl Watzinger im Rostock des beginnenden 20. Jahrhunderts erinnern. Demgemäß werden sie im Wechsel vom Institut für Altes Testament der Theologischen Fakultät und vom Lehrstuhl für Klassische Archäologie am Institut für Altertumswissenschaften ausgerichtet. In diesem Jahr lag die Organisation in den Händen der Klassischen Archäologen. Dies gab dem neu berufenen Lehrstuhlinhaber, Prof. Dr. Detlev Wannagat, die Möglichkeit, sich in die Rostocker Traditionen zu stellen und mit dem diesjährigen Schwerpunkt des Kolloquiums eigene Akzente zu setzen.

Der erste Vortragende, HD Dr. Kai Trampedach, hatte die weite Reise aus Konstanz angetreten, um über "Die Konstruktion des Heiligen Landes: Zur Kirchenbaupolitik der Kaiser Konstantin und Justinian in Jerusalem" zu referieren. Trampedach legte dar, daß die Idee vom 'Heiligen Land' keineswegs seit Beginn des Christentums bestand, sondern sich erst in der Spätantike entwickelte - und dies keineswegs zufällig. Sie resultierte nicht zuletzt aus dem vielfältigen Engagement Kaiser Konstantins und seiner Familie an den bekannten Wirkungsstätten von Jesus Christus. Trampedach verwies dabei überzeugend auf die herrschaftsstabiliserende Wirkung, die dieses Engagement nach sich zog. Dies galt insbesondere für einen Herrscher, der in hohem Maß auf die Unterstützung durch christliche Institutionen setzte. Scharfes Profil gewinnt eine solche These durch den Vergleich mit den Baumaßnahmen des Kaisers Justinian am gleichen Ort über zwei Jahrhunderte später. Auch Justinian bediente sich hinsichtlich der Begründung seiner Herrschaft in besonderer Weise der christlichen Legitimation. Trampedach zeigte auf, wie Justinian sich zu diesem Zweck in die Topographie Jerusalems einschreiben konnte, obwohl die wichtigsten diesbezüglichen Plätze bereits besetzt waren, und wie er durch sein Engagement in Palästina Stellung in den innerchristlichen Glaubenskämpfen bezog.

Der zweite Vortragende, Dr. Stephan Westphalen aus Göttingen, führte das Auditorium dann zu den wohl bedeutendsten christlichen Pilgerstätten in Syrien: "Qalat Seman und Resafa-Sergiupolis: Die Konzeption syrischer Pilgerstätten im 5. und 6. Jahrhundert". Die großzügige, in seltsamen Widerspruch zur unwirtlichen Umgebung stehende Stadtanlage von Sergiupolis nahe des mittleren Euphrats erhielt ihren Namen durch das Martyrium des heiligen Sergios ebenda am Anfang des 4. Jahrhunderts. Ebenfalls als Folge von Wirken und Tod eines Heiligen entstand das Simeonskloster (Qalat Seman) inmitten der sogenannten Toten Städte im nordsyrischen Kalksteinmassiv. Die gewaltige Klosteranlage entstand im 6. Jahrhundert um die hohe Säule herum, auf der der heilige Simeon mehrere Jahrzehnte in extremster Askese verbracht und schon zu Lebzeiten höchste Verehrung erfahren hatte. Westphalen ging es aber nicht primär um das Wirken des Heiligen selbst. Vielmehr machte er klar, welche Bedeutung das spätere Pilgerwesen an diesen Orten hatte, wer es förderte und davon profitierte. Und in Abgrenzung zu den im vorherigen Vortrag dargelegten Verhältnissen im Heiligen Land, wo in besonderer Weise das Engagement der Kaiser aus Konstantinopel zu beobachten war, wurden im Falle der syrischen Stätten Unterschiede deutlich. Westphalen verwies nachdrücklich darauf, daß ein kaiserliches Engagement - von dem etwa auch für den Bau des Simeonsklosters fast stets ausgegangen wird - zwar nicht auszuschließen, aber doch keineswegs sicher ist. Vielmehr sei ein derartiger organisatorischer und finanzieller Kraftakt auch von den regionalen Kräften zu leisten gewesen.

Durch die beiden hervorragend ineinandergreifenden Vorträge eines Althistorikers und eines Archäologen dürfte das Sellin-Watzinger-Kolloquium wieder einmal gezeigt haben, daß insbesondere die interdisziplinäre Forschung neue Erkenntnisse hervorzubringen vermag. Für die finanzielle Unterstützung dieser Tagung ist der Philosophischen Fakultät und dem Verein der Rostocker Freunde der Altertumswissenschaften e.V. herzlich zu danken.

Norbert Kramer

Norddeutsches Archäologentreffen, 2008

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,
zum Norddeuteschen Archäologentreffen am
Freitag den 28.11.2008
laden wir Sie herzlich ein.

 

Wir würden uns freuen, Sie im Heinrich Schliemann-Institut für Altertumswissenschaften in Rostock zu begrüßen zu dürfen.

Programm

Schiffsarchäologisches Seminar, 2005, 2007

Schiffsarchäologisches Seminar, 2005, 2007

XI. Schiffsarchäologisches Seminar

Das XI. Schiffsarchäologische Seminar wird voraussichtlich in der vorlesungsfreien Zeit Juli / August 2007 stattfinden.
Nähere Informationen bei Henrik Pohl (Email / Website).

X. Schiffsarchäologisches Seminar

26.07-08.08.2005

Seit 1996 führt die Universität Rostock zusammen mit dem Schifffahrtsmuseum Rostock und der Gesellschaft für Schiffsarchäologie e.V. jeden Sommer ein Schiffsarchäologisches Seminar als Blockveranstaltung durch. Ziel dieser universitären Ausbildungsreihe ist die Vermittlung von Grundlagenwissen auf dem Gebiet der Schiffsarchäologie in Theorie und Praxis. Mit dem 10. Schiffsarchäologischen Seminar begeht diese Veranstaltungsreihe 2005 ein Jubiläum.

Ablaufplan:

Praxisgruppe I: Dienstag, 26.07. - Freitag, 29.07.2005 (4 Tage)

Theorie: Samstag, 30.07. – Dienstag, 02.08.2005 (4 Tage)

Exkursion Roskilde: Mittwoch, 03.08. – Donnerstag, 04.08. (2 Tage)

Praxisgruppe II: Freitag, 05.08. – Montag, 08.08.2005 (4 Tage)

 

Theoretischer Teil:

"Mittel- und Nordeuropäischer Schiffbau - Entstehung und Entwicklung aus technik- und kulturgeschichtlicher Sicht"

Dozent: Dr. R. Bockius (RGZM Mainz) Der Referent gibt einen Überblick über Geschichte und Entwicklung des Schiffbaus zwischen Orient und Nordeuropa innerhalb der Zeitspanne um 3000 v. Chr.bis zur Spätantike, gespiegelt an Schiffsfunden und ergänzt um ikonographische und historische Quellen. Die Charakterisierung der römerzeitlichen Schiffbautraditionen mit ihren Verflechtungen von mediterranem und provinzialem Milieu sowie den konstruktiven Eigenarten von Küsten- und Binnenschiff bildet die Grundlage für Erwägungen zur Entstehung der sog. Nordischen Klinkerbauweise und zum Ursprung der Kogge.

Zur Einführung empfohlen:

  • S. McGrail, Ancient Boats in N.W. Europe. London 1987.
  • J.R. Steffy: Wooden Ship Building and the Interpretation of Shipwrecks. Collage Station 1994. 
  •  L. Casson, Ships and Seamanship in the Ancient World. Princeton/New Jersey 1971. 
  •  ders., Ships and Seafearing in ancient times. London 1994. Conway´s History of the Ship: The Earliest Ships. The evolution of Boats into Ships, hrsg. A.E. Christensen u. R. Gardiner. London 1996
  •  R. Bockius, Die Römerzeitlichen Schiffsfunde von Oberstimm in Bayern. Monogr. RGZM 50. Mainz 2002.

Exkursion:

Auf Grund der Jubiläumsveranstaltung zum 10. SAS wird eine zweitägige Exkursion an das Wikingerschiffsmuseum Roskilde/Dänemark angeboten. Höhepunkte sind die Besichtigung der Bootswerkstätten und des Wikingerschiffsmuseums sowie das Segeln mit traditionellen Rahsegelbooten.
Leiter: Dr. A. Englert

Praktischer Teil:

In Verantwortung der Gesellschaft für Schiffsarchäologie e.V. werden Grundlagen der Prospektion von Schiffswracks vermittelt. Dabei werden die Methoden an zwei verschiedenen Stahlwracks in der Warnemünder Bucht erlernt. Nach Messübungen am Strand stehen mehrere Bootsausfahrten zu den Schiffswracks auf dem Programm. Es ist zu beachten, dass der praktische Teil einer zahlenmäßigen Begrenzung von neun Tauchern unterliegt.
Leiter: H. Pohl, M.A.

Zur Einführung empfohlen:

  • Unterwasserarchäologie: Denkmalschutz und Archäologie unter Wasser (Lehrbrief für den Tauchsport: Tauchsport‑Seminar). Stuttgart 1997.

Wer sich über die vergangenen Schiffsarchäologischen Seminare informieren möchte, kann dies auf der Homepage www.uwa-mv.de tun.

Hinweise für Interessenten/Teilnehmer

Abschluss:

Die Theorie und Praxis werden mit einem benoteten Schein / Zertifikat abgeschlossen. Grundlage dafür ist die bestandene Klausur für die Theorie sowie ein Abschlussbericht für die Praxis. Damit entspricht dieses Schiffsarchäologische Seminar in seiner Wertigkeit dem NAS-Kurs Part II. Eine Anerkennung ist über die DEGUWA möglich. Die Teilnahme an beiden Seminarteilen ist nicht zwingend, es kann auch zwischen Theorie und Praxis gewählt werden.

Veranstaltungsort: Jugendschiff „Likedeeler“ Fähranleger Schmarl, 18106 Rostock. Tel.: 0381-1272117 E-Mail: slh.likedeeler(at)t-online.de

Beginn:

Beginn Praxisgruppe I: Dienstag, 26.07., 09.00 Uhr

Theorie: Samstag, 30.07., 09.00 Uhr

Beginn Praxisgruppe II: Freitag, 05.08., 09.00 Uhr

Voraussetzungen:

Der theoretische Teil dieser Blockveranstaltung ist offen für jeden Interessierten. Für die Teilnahme an den praktischen Übungen unter Wasser ist ein Tauchschein Bedingung (mind. Bronze, T*, OWD, gültige Tauchtauglichkeitsbescheinigung). Außerdem ist eine Tauchpraxis von mindestens 30 bereits absolvierten Tauchgängen auf Grund der anspruchsvollen unterwasserarchäologischen Arbeit nötig.

Kosten:

Für den Praxisteil wird eine Unkostengebühr von 95,- € (Studenten) bzw. 120,-€ (Berufstätige) erhoben. Ich bitte darum, die Kursgebühr rechtzeitig auf folgendes Konto zu überweisen: H. Pohl, Rostocker Volks- und Raiffeisenbank, BLZ: 13090000, Kt.-Nr. 1072595. Anmeldungen gelten als verbindlich. Wer 14 Tage vor dem Kurs noch nicht bezahlt hat, verliert seinen Anspruch auf einen Platz und hat 80% des Seminarpreises zu zahlen!
Die Exkursionskosten(Anfahrt, Übernachtung 20,- €, Eintritt Wikingerschiffsmuseum 5,-€, Rahsegeln 30,- €) sind von den Seminarteilnehmern selbst zu tragen.

Leistungen der Gesellschaft für Schiffsarchäologie:

Es werden ausführliche Unterlagen zu den anzuwendenden Messmethoden ausgegeben sowie Zeichen- und Messmaterialien zur Verfügung gestellt. In begrenzter Anzahl sind Druckluftflaschen kostenfrei bei der Gesellschaft für Schiffsarchäologie e.V. ausleihbar. Es erfolgt eine umfassende Anleitung – sowohl über als auch unter Wasser. Des weiteren sind vorgesehen: 4 Bootsausfahrten und eine Führung durch das Schifffahrtsmuseum Rostock. Füllung der DLF im nahe gelegenen Tauchshop auf eigene Kosten.

Tauchtechnik: Soweit keine persönliche Ausrüstung vorhanden ist, kann sie über den Tauchshop Rostock (0381-8113311) ausgeliehen werden. 

Für Unterkunft und Tauchtechnik ist jeder Seminarteilnehmer selbst verantwortlich.

Unterkunft:

Sollten auswärtige Teilnehmer eine Unterkunft benötigen, können folgende Herbergen empfohlen werden. Allerdings ist eine rasche Buchung Ihrerseits ratsam, da die Sommermonate erfahrungsgemäß schnell ausgebucht sind.

  • Jugendschiff „Likedeeler“, Wohnen wie die Seemänner in den 60-er Jahren, Unterbringung in 2-er Kabinen; Preis: 40,- € / Kabine (also 20.-€ / Person). Buchung: 0381-1272117 und 127210, E-Mail: slh.likedeeler(at)t-online.de Diese Unterkunft wird besonders empfohlen, da die Seminarräume in unmittelbarer Nähe liegen.
  • Auf Antrag (da keine offizielle Vermietung, aber trotzdem eine gute, sehr preiswerte Unterkunft an der Warnow): Ruderverein HSG, Frau Bremer, Tel. 0381-4905114
  • Eine Unterkunftsmöglichkeit bietet das Wohnhotel Rostock-Lütten-Klein, Warnowallee 23/24, 18107 Rostock. Hier betragen die Kosten pro Übernachtung im Einzelzimmer 14,- € , im Doppelzimmer 10,- € pro Person. Buchung unter Tel.: 0381/776970
  • Auch in Rostock-Evershagen sind preiswerte Unterkünfte zu erhalten. Im Wohnhotel Evershagen, Bertolt-Brecht-Str. 22, 18106 Rostock gibt es Übernachtungsmöglichkeiten in einer 3- oder 4- Raumwohnung. Für 6 Personen kostet die Nacht 71,50 €, ein Doppelzimmer bekommt man für 41,- €, ein Einzelzimmer für 24,- €. Buchung unter Tel.: 0381/711184
  • Jugendschiff Rostock, direkt am Stadthafen gelegen, 2-er Kabine zu 45,- €, bei 3 Personen 55,- €. Bei Interesse bitte buchen unter: Frau K. Menzer, 0381-4958107
  • In Warnemünde bietet sich die Jugendherberge als Unterkunftsmöglichkeit an: Parkstr. 47, 18119 Rostock-Warnemünde. Hier kostet eine Übernachtung incl. Frühstück und Bettwäsche für Junioren (bis 26 Jahre) 19,30 €, für Senioren (ab 27 Jahre) 23,30 €. Buchung unter Tel.: 0381/548170

Bei Nachfragen genereller Art wenden Sie sich bitte an Herrn Pohl, Tel.: 0178-2832871, E-Mail: henrik.pohl(at)gmx.de

Anmeldungen: (bis spätestens 01.07.2005)

Auf telefonische oder elektronische Anfrage wird jedem Interessenten ein Bewerbungsformular zugeschickt. Die Anmeldung erfolgt ausschließlich an folgende Adresse:
Universität Rostock
Heinrich Schliemann-Institut für Altertumswissenschaften
Schwaansche Str. 3, D-18051 Rostock
Tel.: 0381/498 2786 Fax: 0381/498 2787
E-Mail: altertumswissenschaften(at)uni-rostock.de