Der Vortrag zeichnet anhand erstmals veröffentlichter Korrespondenz die Verstrickungen renommierter Altertumswissenschaftler in das nationalsozialistische Regime nach. Konkret legen die Briefe die Entwicklungen bei der Rezensionszeitschrift Gnomon am Beginn und Ende der NS-Herrschaft offen; sie werfen zudem ein neues Bild auf Karrieren und Fachpolitik in den ersten Jahrzehnten der Nachkriegszeit. Insgesamt treten am Beispiel des Gnomon die verschiedenen Motivationen und Spielräume einzelner Akteure hervor, die zwischen persönlicher Loyalität mit ausgegrenzten Wissenschaftlern und politischer Ideologie hin- und hergerissen waren.
Vortrag von Prof. Markus Hafner (Universität Zürich): „...dass die Wissenschaft nicht eine Insel für sich bildet sondern in das Leben der Nation hineingestellt werden soll“: Der Weg der Altertumswissenschaft in die Diktatur am Beispiel des Gnomon
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