Von allen Kulturen der Antike bildeten nur die Griechen ein Sportsystem mit Hunderten aufeinander abgestimmten Wettkämpfen und standardisierten Disziplinen aus, die Griechen selbst erblickten darin eine Besonderheit ihrer Kultur. Beim Sport wird der Körper exponiert, und im antiken Griechenland geschah dies auf besonders prägnante Weise: Athleten präsentierten ihre nackten Körper in Gymnasien und Stadien, ihre Statuen standen in großer Zahl auf öffentlichen Plätzen. Auf verschiedenen Ebenen wirkten die Körper der Athleten als Zeichen, und oft genug kam es zu widersprüchlichen Deutungen: sie standen für Schönheit und für Verstümmelung, für Selbstzucht und für Dekadenz. Die vielfältige Semiotik wird im Vortrag anhand von Schrift- und Bildquellen von der Archaik bis in die Spätantike erläutert
Vortrag von Prof. Dr. Christian Mann (Mannheim): Von starken Riesen und fetten Schweinen: die Körper griechischer Athleten – im Bild und im Wettkampf
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